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Findingthehappiness

Von Entscheidungen, offenen Herzen und Gedanken, die uns falsche Geschichten erzählen

Copyright by BK, Flickr.com

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Kennt ihr das auch? Da hat man endlich, nach Wochen, Monaten, eine Entscheidung getroffen und dann passiert etwas, was dazu führt, dass sich alles angenommene, auf dem die Entscheidung basierte, in Luft auflöst? Dies ging mir an diesem Wochenende so. Es war ein Wochenende, das einer emotionalen Achterbahn glich. Damit habe ich nicht gerechnet. Aber wer rechnet schon damit, berührt zu werden, wenn man denkt, man könnte gerade nicht berührt werden? Wer rechnet damit, dass die Kraft des menschlichen Zusammenseins so viel bewirkt, dass passierte, was schon eine Weile nicht mehr passiert war – nämlich mich in diesem Zusammensein durch und durch wohl zu fühlen?

Manchmal komme ich mir wirklich vor wie eine emotionale Baustelle. Ein unfertiges Haus, das einst so schön strahlte und in dem nun mal hier, mal dort gezimmert wird, mal hier das Fundament splittert, mal dort ein Raum in neuem Glanz erblüht.

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Keine Zeit fürs Glücklichsein?

Copyright by Symphony of Love, Photo by Rigor Mortisque

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Ich liebe meine Agentur, ich liebe meine Kunden und ich liebe was ich tue. Texten, Pressearbeit, Social Media Support, Gewinnspiele kreieren, Kooperationen und vieles mehr. Ich bereue die Entscheidung überhaupt nicht, wirklich!

Und doch frage ich mich in letzter Zeit, habe ich überhaupt Zeit zum Glücklichsein? Derzeit bin ich so voll mit “TUN”, dass ich kaum zum Durchatmen komme, geschweige denn zur Erholung oder für Glücksmomente. Das habe ich gestern abend wieder gedacht. Nach einem anstrengenden Arbeitstag bin ich sehr spät doch noch zu meiner Freundin auf ein Glas Wein. Es war schön, aber ich war so kaputt, dass ich es nicht so genießen konnte wie ich es normalerweise genossen hätte. Und nun sitze ich da und frage mich: War ich schon immer so? So workaholisiert, dass ich keine Zeit hatte fürs Glücklichsein? So unachtsam mit mir selbst, dass ich immerzu andere Dinge über mein Wohl und meine Wünsche stelle? Ich schaue nach links auf den Tisch..dort liegen Anträge, die ich noch ausfüllen und wegschicken muss. In Gedanken bin ich bei der Buchhaltung und was ich heute noch tun muss und müsste. Aber: Draußen scheint die Sonne. Sie ruft nach mir, eigentlich säße ich gern in einem Café in der Sonne, mit einem Buch und einem leckeren Cappuccino und würde mich des Lebens erfreuen. Vielleicht mache ich das noch – später, wenn ich erledigt habe, was ich noch erledigen muss. Ich glaube ich bin nicht allein mit dieser seltsamen Lebensform. Ich nehme sie bei anderen genauso wahr. Aber das ist keine Rechtfertigung. Das sollte uns nicht die Absolution erteilen, uns selbst unsere Glücksmomente streitig zu machen.

Ich sehne mich nach Momenten der Ruhe und Einkehr. Der Meditation, für Yoga, für lange Spaziergänge in der Natur. Ich möchte das #kribbeln spüren, mitten am Tag, irgendwo, in irgendeinem Moment. Ich möchte Zeit haben, um zu lachen. Und Raum fürs Schreiben. Seltsamerweise war die erste Sehnsucht die, jetzt zu schreiben. Neben der Sehnsucht nach einer Massage, einem ganzen Tag Erholung, einem Kuss, einem Über-den-Kopf-streicheln hat diese Sehnsucht gewonnen. Hier bin ich. Hier ist die Zeit, die ich Dir widme – Wort. Und wenn nichts bleibt, dann bleibt das Wort.

Hat mal irgendjemand ausgerechnet wie viel Zeit wir in unserem Leben mit aufräumen, spülen, putzen und anderen emotionslosen Dingen verschwenden? Und wie viel für die wirklich schönen Dinge, Gespräche, Freundschaft, Freisein und sich-fallen-lassen? Allein der Gedanke an all das zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Und was ist mit dem Springen von hohen Klippen, dem Fliegen, hohen Gipfeln und tiefen Bergseen, all die leidenschaftlichen, atemstockenden Lieben? Was ist mit Weite, Größe, innerem Frieden? Mit Wellenrauschem, der ersten Sonne nach einem Sturm oder der der Schnee, der alles Laute mit Stille überdeckt?

Für all das nehmen wir uns viel zu wenig Zeit. Wir nehmen uns Zeit für Verpflichtungen, für Dinge, die wir tun müssen. Und für die, von denen wir träumen oder nach denen wir uns sehnen, bleibt am Ende des Tages nichts mehr übrig. Aber es ist auch schwierig, das zu ändern oder? Egal ob selbständig oder angestellt – wir arbeiten von früh bis spät. Vielleicht kann ich mir meine Glücksmomente in die Arbeit holen. Vielleicht auch mal Nein sagen. Und mich disziplinieren, dass das einzige, was wirklich wirklich wichtig ist, ICH bin.

 

 

Bin ich wertvoll und wenn ja wieviel?

Copyright by Dietmar Temps

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Ist es nicht verrückt, dass uns die Probleme, die wir mit uns selbst haben, im täglichen Leben immer wieder begegnen? Kann man nicht ein Problem haben und fast nie damit konfrontiert werden? Es ist als würde einem das Leben höhnisch ins Gesicht lachen und sagen: “Hast Du wirklich geglaubt, dass Du den Schwanz einziehen kannst und drumrum kommst, Dich damit auseinanderzusetzen? Hast Du gedacht, ich lasse zu, dass Du nicht gezwungen wirst, eine Lösung zu finden”?

Gestern wurde ich  mit dem Thema Selbstwert konfrontiert. Und das einerseits so subtil, dass ich es erst heute richtig realisiert habe, andererseits wurde es mir so offensichtlich vor die Füße geklatscht, dass ich im Nachhinein einfach hätte darüber fallen müssen! Ich fiel nicht, noch nicht. Erst heute, ein paar Stunden später stolpere ich hilflos durch die Welt und frage mich, wie ich dieses verdammte Problem lösen soll. Wie ich mich damit fühlen soll, weil der Spiegel, der mir gesetzt wurde, ein völlig neues Aussehen hatte. Ich wurde schon oft mit dem Thema Selbstwert, Wertlosigkeit konfrontiert. Jeder kennt das, wenn man sich fragt: Bin ich wertvoll und wenn ja wieviel?

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Mehr Veränderung in 2015: Finding the Happiness im neuen Gewand

Copyright by Daniel Wehner/flickr.com

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Das neue Jahr hat begonnen – schon mal viel schöner als die letzten Jahre, aber irgendwie habe ich noch gar keine Meinung zum Jahr 2015. Es gibt keine Vorsätze, nur Dinge, die ich mir für mein Leben, für mein neues Jahr wünsche.

Veränderung. Am Besten so viel wie möglich. Ich möchte ein stürmisches, wildes, leidenschaftliches Jahr. Schluss mit Langeweile und Stillstand.

Mehr Entscheidungen treffen. Egal ob sie sich am Ende als gut oder schlecht herausstellen.

Meinen Leidenschaften folgen. Auch wenn ich noch nicht weiß, ob das der Weg ist, der für mich vorherbestimmt ist.

Mein  Business weiter vorantreiben.  Mich nicht mehr zurücknehmen.

Mehr was fürs Herz. Alles was berührt, bewegt, Küssen bis die Lippen taub werden und ganz viel Nähe und gute Gespräche

Einen großen und lange überdachten Schritt habe ich nun vollendet: Ich habe meinen Blog von Blogger umziehen lassen, ihm eine neue Web-Adresse und ein neues Gewand gegeben. In den letzten Tagen habe ich ganz viel Zeit und Herzblut in dieses Projekt gesteckt und bin überglücklich mit dem Ergebnis. Ich hoffe, euch gefällt der neue Blog auch! Es war mir wichtig, dies zum neuen Jahr zu realisieren.

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Quatsch doch keinen Scheiß: Das Doofe mit dem Vergleichen

Copyright by Dietmar Temps/flickr.com

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Dieser Tage geht mir sehr viel durch den Kopf. Es ist jedes Jahr das gleiche innere Drama. Die Erwartungen, die ich am Anfang des Jahres hatte ringen nun mit den Bewertungen und bei all dem Ringen sind irgendwie mehrere Teile meiner selbst beteiligt. Klar, der innere Kritiker mischt ganz vorne mit. Das ist die perfekte Bühne für ihn. Aber so langsam durchschaue ich ihn. Argwöhnisch und mit zusammengekniffenen Augen beobachte ich sein Tun. “Quatsch doch keinen Scheiß!”, fahre ich ihn dann an, wenn er wieder stundenlang Mist erzählt. Für einen kurzen Moment verstummt er, nur um im nächsten neuen Anlauf zu nehmen. Er provoziert mich. Ja, er macht mich richtig wütend Ich bin dann furchtbar gereizt und spätestens, wenn ich meinen Hund scharf anfahre, fällt mir mein Gereiztsein auf. Dieser Mistkerl.
In der letzten Zeit liebt er es, in meinem Kopf Vergleiche zu produzieren. Er vergleicht mich mit allen Wesen, die meines Weges kommen. Schau was die für ein schönes Leben haben – und Du nicht. Schau, die hat einen Partner- Du bist allein! Schau, wie hübsch und schlank sie ist – und Du, ach..dieses Elend… Schau wie gut sie drauf ist – und Du so mies. Schau was er für ein Geld verdient und was sie …. hat. ARGH!
Vergleiche mit meiner Person sind eine Sache. Aber jetzt fängt er tatsächlich an, auch meinen Hund mit anderen zu vergleichen! Seit ich meinen Gefährten an meiner Seite habe begegnen uns viele Menschen mit Hund, wir unterhalten uns, wir reden über die Hunde usw. Eine Tatsache, die ich sehr angenehm finde und als Teil meines Alltags zu schätzen weiß. Immer wieder begegnen wir Hunden, die mein Herz zum Fliegen bringen. Der Golden Retriever, der genau so ist, wie ich einen immer haben wollte mit flauschig-weichem Fell und der riesen Schnauze. “So einen wollte ich immer”, denke ich. Und fühle Unzufriedenheit in mir aufsteigen. Da der reinrassige braune Labrador-Welpe, der zuckersüß umhertapst. “So einer wäre schön”, denke ich. Und bin unzufrieden. Und dann schaue ich meinen rauhfelligen überaktiven Hund mit seiner langen staksigen Figur an…. und ertappe mich dabei, innerlich alle Aspekte seiner Unperfektheit aufzuzählen. Ist das nicht völlig bekloppt??? Ich denke: Dein Hund ist genauso unperfekt wie Du, ihr passt gut zusammen. Unzufriedenheit. Bäm.
Neulich beim Spaziergang hat es mir dann gereicht. Ich stieß einen lauten Schrei aus und verbot meinem inneren Schwätzer den Mund. Dann konzentrierte ich mich bewusst auf all die Dinge, die ich an meinem Hund liebe und an ihm toll finde.

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Die Wut der Anderen

Copyright by Dietmar Temps

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Warum tangieren uns Menschen, was andere von uns halten? Warum macht es uns wütend, wenn der gestresste Jogger (den Joggen anscheinend nicht ENTstresst) einen wütend anmault, man möge doch den Hund an die Leine nehmen? Warum ärgern wir uns, wenn jemand unsere Kinder nicht mag, wenn wir nicht so drauf sind wie sie wollen oder wenn wir anders leben wie sie? Warum macht es uns was aus, wenn jemand an unserem KnowHow kratzt, wenn wir tun was wir wollen und ihnen das nicht genehm ist?

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Kein Aber mehr

Copyright by Daniel Wehner

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Hallo ihr da draußen,
tut mir leid dass ich euch die letzte Zeit vernachlässigt habe. Ich war und bin zur Zeit sehr in meiner Welt – zu sehr, um herauszutreten, zu sehr, um den Zweifeln, den Ängsten und all den Emotionen in den Arsch zu treten – und: Euch einen Artikel zu schreiben, der EUCH weiterbringt. Und mich vielleicht dann auch.

Ich glaube, dass ich nicht schreiben kann, wenn ich nicht gut drauf bin. Ich soll über Selbstfindung schreiben, während ich traurig bin? Ich soll was über Vorankommen schreiben, während ich mein Kuscheltier, das ich zur Geburt bekommen habe, im Arm halte und hineinschluchze? Ich soll Liebe und eine gute Energie in meine Worte legen, während ich gereizt und genervt durch die Welt taumele? Das geht doch nicht. Aber jetzt ist Schluß damit, einen Teil von mir zurückzuhalten. Was ist, ist und indem ich es in Worte fasse, dringt es vom Unbewusstsein ins Bewusstsein. Erst wenn ich mir selbst gegenüber Nähe zulasse – und dazu gehört eben auch die Nähe zu vermeintlich Negativem – kann ich mich als Ganzes finden.
Tja, das ist die Falle, wenn man sich auf die Suche macht…man könnte Dingen begegnen, die man gar nicht toll findet. So wie doofe Gefühle.

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Ich weiß, dass ich nichts weiß

Copyright by Randen Pederson/flickr.com

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Ich weiß, dass ich nichts weiß. Dieser sehr bekannte Satz des griechischen Philosophen Sokrates geht mir gerade durch den Kopf. Was wissen wir eigentlich, wozu etwas gut ist, warum die Dinge so passieren, wie sie passieren? Kann es sein, dass wir nichts wissen und es ganz anders ist, als wir annehmen?
Wir Menschen neigen dazu, Situationen, Emotionen, Menschen – alles was uns irgendwie begegnet – in Schubladen zu packen. Um sie verstehen zu können. Um Kontrolle über sie zu haben. Aber es könnte auch ganz anders sein oder?

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Positiv Denken! Und was ich davon halte

Copyright Dietmar Temps/flickr.com

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Positiv zu denken und zu sein ist leicht, wenn es einem gut geht. Wenn die Rechnungen bezahlt, der Körper fit, das Standing im Job gesichert und die Beziehung halbwegs harmonisch ist. Es ist leicht, wenn man auf Erfolgskurs und schon erfolgreich ist. Da positiv zu sein ist keine Kunst.
Die wirkliche Herausforderung ist, auch in traurigen und schweren Momenten, schwierigen Situationen oder krisenhaften Lebensabschnitten weiter an sich zu glauben und positiv nach vorne zu schauen. Das ist sehr sehr schwer, sich dann nicht Druck zu machen und selbst zu kritisieren. Nicht aus der Hilflosigkeit heraus negativ zu denken. Aber: ist das denn nicht menschlich? Manchmal scheinen wir zu vergessen, dass wir Menschen sind. Weiterlesen

Von Trauer und Mutmachzitaten

Copyright by Alice Popkorn/flickr.com

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Ich habe heute in einem Fernsehfilm ein Zitat aufgeschnappt. „Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es eben noch nicht zu Ende.“ Kann darin ein Stückchen Wahrheit stecken? Ist meine Reise noch nicht zu Ende, weil sie noch keinen guten Ausgang hat? Gibt es das, ein Happy End des Lebens? 

 
Ich bin in letzter Zeit sehr sentimental. Ob es die Nachricht einer Freundin ist, dass sie geheiratet hat oder die Begegnung mit meiner alten Deutschlehrerin, um die ich mir bereits Sorgen gemacht hatte und der ich nun im Supermarkt zufällig gegenüberstehe oder mein erstes Bild, ein Leuchtturm am Meer, das ich in der Reha gemalt habe und was nun die Badezimmertür ziert, ich immer daran vorbeilaufe mit einem leichten Lächeln und nun, plötzlich spät am Abend, stehenbleibe und es mir lange ansehe, von der kleinen Möwe in der Ecke bis zu den nicht ganz geraden Linien, ich mit den Fingern über die Pastellkreide streiche… – in solchen Momenten bin ich so gerührt, dass ein paar Tränen kullern. Ist das normal? Unnormal? Vielleicht gibt es auch dagegen eine Tablette. Schließlich gibt es gegen alles eine Tablette. Nur schlucken, man braucht nicht einmal Wasser, und das Problem ist gelöst. Die Schmerzen weg. Die Traurigkeit weg. Die Gefühle weg. Eigentlich ist das Leben doch ganz einfach. 

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