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Persönlichkeitsentwicklung

Die Wut der Anderen

Copyright by Dietmar Temps

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Warum tangieren uns Menschen, was andere von uns halten? Warum macht es uns wütend, wenn der gestresste Jogger (den Joggen anscheinend nicht ENTstresst) einen wütend anmault, man möge doch den Hund an die Leine nehmen? Warum ärgern wir uns, wenn jemand unsere Kinder nicht mag, wenn wir nicht so drauf sind wie sie wollen oder wenn wir anders leben wie sie? Warum macht es uns was aus, wenn jemand an unserem KnowHow kratzt, wenn wir tun was wir wollen und ihnen das nicht genehm ist?

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Kein Aber mehr

Copyright by Daniel Wehner

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Hallo ihr da draußen,
tut mir leid dass ich euch die letzte Zeit vernachlässigt habe. Ich war und bin zur Zeit sehr in meiner Welt – zu sehr, um herauszutreten, zu sehr, um den Zweifeln, den Ängsten und all den Emotionen in den Arsch zu treten – und: Euch einen Artikel zu schreiben, der EUCH weiterbringt. Und mich vielleicht dann auch.

Ich glaube, dass ich nicht schreiben kann, wenn ich nicht gut drauf bin. Ich soll über Selbstfindung schreiben, während ich traurig bin? Ich soll was über Vorankommen schreiben, während ich mein Kuscheltier, das ich zur Geburt bekommen habe, im Arm halte und hineinschluchze? Ich soll Liebe und eine gute Energie in meine Worte legen, während ich gereizt und genervt durch die Welt taumele? Das geht doch nicht. Aber jetzt ist Schluß damit, einen Teil von mir zurückzuhalten. Was ist, ist und indem ich es in Worte fasse, dringt es vom Unbewusstsein ins Bewusstsein. Erst wenn ich mir selbst gegenüber Nähe zulasse – und dazu gehört eben auch die Nähe zu vermeintlich Negativem – kann ich mich als Ganzes finden.
Tja, das ist die Falle, wenn man sich auf die Suche macht…man könnte Dingen begegnen, die man gar nicht toll findet. So wie doofe Gefühle.

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Positiv Denken! Und was ich davon halte

Copyright Dietmar Temps/flickr.com

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Positiv zu denken und zu sein ist leicht, wenn es einem gut geht. Wenn die Rechnungen bezahlt, der Körper fit, das Standing im Job gesichert und die Beziehung halbwegs harmonisch ist. Es ist leicht, wenn man auf Erfolgskurs und schon erfolgreich ist. Da positiv zu sein ist keine Kunst.
Die wirkliche Herausforderung ist, auch in traurigen und schweren Momenten, schwierigen Situationen oder krisenhaften Lebensabschnitten weiter an sich zu glauben und positiv nach vorne zu schauen. Das ist sehr sehr schwer, sich dann nicht Druck zu machen und selbst zu kritisieren. Nicht aus der Hilflosigkeit heraus negativ zu denken. Aber: ist das denn nicht menschlich? Manchmal scheinen wir zu vergessen, dass wir Menschen sind. Weiterlesen

Wertschätzung – oder wie Konflikte einen das Leben lehren

Copyright by Andrea Adante/flickr.com

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Mutig ist, wer es riskiert, auch mal unangenehm zu sein, um nach seinen Werten zu leben.
In den letzten Tagen beschäftige ich mich viel mit dem Thema Wertschätzung. Wertschätzung, die ich mir selbst entgegenbringe, die andere Menschen mir entgegenbringen und die ich im Leben erfahre – oder eben nicht. Wenn man als Kind nie Wertschätzung erlebt hat und einem nichts anderes entgegenschlug als Kritik an Persönlichkeit und Fähigkeiten, der hat nie gelernt, sich selbst wertschätzend zu begegnen. Nicht nur, dass ich dieses Wort nicht wirklich kannte, ich konnte ihm auch keinen Inhalt geben. Ich dachte, wenn ich nur anderen Wertschätzung entgegenbringe, würde ich gut durchs Leben kommen. Doch im Gegenteil, wer nur danach schaut, dass es anderen gut geht, verliert sich selbst völlig aus den Augen.
Ein toller Coach hat mit mir Anfang diesen Jahres meine Werte erarbeitet. Unabhängigkeit und Freiheit gehören ebenso dazu wie ein herzliches Miteinander. Manchmal muss man riskieren, in Unfrieden mit jemanden zu kommen, um für sich einzustehen und nach seinen Werten zu leben. Das heißt nicht, dass Streit schön ist, wer will das schon. Aber manchmal ist es nötig, um sich selbst klar darüber zu werden, wie man leben möchte – und dann auch danach zu leben.

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Eigentlich bin ich Superwoman. Ich wusste nur bisher nichts davon.

Copyright by Ira Gelb/flickr.com

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Ich wusste gar nicht wie stark ich wirklich bin. Ich hielt mich in den letzten Jahren für ziemlich schwach. Auf meiner Schwächeskala brillierten Punkte wie “Erfolg in der Arbeit” – war nicht, “Gesundheit” – war nicht. “schön sein bzw. sich schön fühlen” – war nicht. “Eine tolle Beziehung führen” – war nicht. “Kinder” – war nicht. “Ein volles Bankkonto” – war nicht. “Glücklich” – war nicht. “Emotional gefestigt” – war nicht. Die Aufzählung könnte noch ewig weitergehen. Ich konnte einfach nirgends einen Haken machen, der mir schwarz auf weiß gezeigt hätte: Du bist stark und hast alles im Griff.

Ich habe mich ganz schön geirrt. Stark sein misst sich nicht an diesen Punkten. Stark ist man nicht, allein indem man sein Leben “im Griff hat”. Im Gegenteil. Die Menschen, die sich durchs Leben kämpfen müssen, das sind die wirklich Starken. Denn sie geben nicht auf. Sie meistern ihr Leben trotz all der Widrigkeiten.

Heute abend sprach ich mit einigen lieben Menschen im Rahmen eines richtig tollen Teamabends, wo wir bei flackerndem Kaminfeuer, duftendem Essen und herzlicher, wärmender Atmosphäre “arbeiteten”. Eine Teamkollegin sprach mich auf meine Erkrankung an und wir redeten eine Weile darüber, dass ich nun schon fast drei Monate hochdosiert Cortison nehme und es leider nicht hilft, ich mich immer wieder vor Schmerzen nicht aus dem Haus bewege und einfach sehr schlecht aussehe. Wisst ihr, ich mag es gar nicht, über meine Erkrankung zu reden. Nicht weil sie mir peinlich oder unangenehm ist, ich möchte ihr nur nicht mehr Raum geben als nötig in meinem Leben. In den letzten Wochen bestimmte sie schon sehr meinen Alltag. Heute morgen saß ich vor Schmerzen jaulend stundenlang auf dem Klo. So ist das. Ohne Wenn und Aber. Lässt sich nicht schön reden, lässt sich auch nicht wegreden.

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Hallo hallo, willst Du nicht auch das Leben genießen?

Copyright by Andrea Adante/flickr.com

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Hallo hallo, spürst Du nicht auch die Sehnsucht nach Glück? Willst Du Dich nicht auch gesund, vital, leicht fühln – willst Du nicht morgens verliebt aufwachen und das Leben genießen?

Dieses Leben, unser Leben, Dein Leben – ist das skurrilste, verrückteste und gleichzeitig langweiligste was es gibt. Wir rühren immer wieder im selben Quark, hören uns die selben Sätze sagen und fühlen die gleichen Ängste und Schmerzen. Ich frage mich, ob es den Menschen da draußen genauso geht wie mir. Ob sie auch täglich auf diesem glitschigen Gemisch aus Liebe, Hass, Druck und Freude, scheiß und schönen Momenten  rumschlittern und sich dabei blaue Flecke holen.

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In der Zeitmaschine: Alte Gedanken, alter Erwartungsdruck

Copyright by Alice Popkorn/flickr.com

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Es gibt so Tage, die möchte man eigentlich aus seinem Kalender streichen. Tage, an denen man morgens schon wach wird und weiterschlafen möchte. Tage, an denen man sich fragt, was zum Teufel man heute eigentlich machen “muss”, “möchte”, “sollte”. Und sich wünscht, er wäre schon vorbei. Und dann? Dann kommt ein neuer Tag, der vielleicht genauso beginnt. Das ist doch scheiße.
Ich frage mich, was ich daran ändern kann oder ob ich es einfach mal so stehen lassen sollte. Nicht immer was ändern wollen. Nicht immer was positiver reden müssen. Niemand sagt mir, dass ich das tun muss – nur ich selbst. Aber ich mag so nicht aufstehen. Ich mag mich so nicht fühlen, so halb lebend.

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Warum Dein Ego nicht will, dass Du LEBST und wie Du es ein für allemal enttarnst

Copyright by Dietmar -2BTemps/flickr.com

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Ich habe die Strategie meines Egos enttarnt. Die Strategie, die ich seit Jahren nicht zu fassen bekam und schon gar nicht verstanden habe. Wenn ihr euch jetzt fragt: Was meint sie eigentlich mit Ego, dann antworte ich, dass ich von der freudschen Theorie keinerlei Ahnung habe. Ich weiß nicht, was der gute Mann mit Ego meint. Ich verstehe unter Ego meine Gedanken und diese innere Stimme, die einem gerne mal was zuflüstert wie das Teufelchen auf der Schulter. Nur meint es mein Ego nicht gut mit mir. Es mag mich nicht besonders, aber das beruht auf Gegenseitigkeit. Mein Ego liebt es, mich von meinen Entscheidungen und Veränderungen abbringen zu wollen. Mein Ego hasst nämlich Veränderungen. Und es kann damit gar nichts anfangen, wenn ich in meine Kraft komme. Dass es mir gut geht. Freude ist ihm auch suspekt. Mein Ego ist mehr so das Bächlein unter den Flüßen. Der stetige Flow zwischen den Extremen. Das klingt nicht sooo schlecht? Tja, so dachte ich auch – jahrelang. Aber das Ego macht das nicht einfach so. Sein Ziel ist es, die Fäden in Deinem Leben in der Hand zu halten. Dich an der kurzen Kette laufen zu lassen. Er möchte kontrollieren, alles was passiert – denn das ist (laut ihm) sicher und der beste Weg. Keine Überraschungen, keinen Kontrollverlust, keine Angst.

Aber auch kein Leben. Kein Herzklopfen. Keine Euphorie. Kein über-sich-hinaus-wachsen. Und das Schlimmste: Keine Veränderung. Alles bleibt immer gleich.

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Warum nur EINE Entscheidung Dir Dein Leben zurückgeben kann

Copyright by allthecolor/flickr.com

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Ich habe es getan! Ich habe eine Entscheidung getroffen! Ihr werdet lachen, aber das habe ich tatsächlich in meinem Leben zuvor noch nicht getan. Jetzt werdet ihr sagen: Quatsch, sie hat sich doch für ihren Studiengang entschieden, dafür, dieses und jenes Praktikum zu machen oder bei dieser Firma anzufangen. Oder für den und den Mann entschieden. Nein. Das war nicht bewusst. Nicht so bewusst, wie man bewusst Entscheidungen treffen sollte. Ja, sicherlich habe ich mich auf Beziehungen eingelassen, weil ich mich verliebt oder mit dem Menschen wohl gefühlt habe. Aber war das wirklich eine Entscheidung? Habe ich mich nicht vielmehr treiben lassen? Bin ich nicht vielmehr auf der Welle geschwommen, der Dinge oder Menschen, die gerade AUF MICH gestoßen sind?

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Vom Spiegeln und gespiegelt werden – eine Erkenntnis

Copyright by come1990/flickr.com

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Auf einer Party sagte mir heute eine Freundin, dass sie sich oft in mir sehen würde und ich ihr Dinge spiegele, die ihre Themen sind. Ich war überrascht. Ich? Was sollte ich ihr – einer Frau, die doch um einiges mehr an Lebenserfahrung hat als ich – schon spiegeln sollen. Es ist ein komisches Gefühl, wenn dies so offen ausgesprochen wird. Versuchen wir doch im Alltag eher unseren “Arschengeln” aus dem Weg zu gehen. Wir wollen sie meiden, diese bösen Arschengel, wir mögen diese Personen meist nicht besonders.
Ich sehe mich selbst manchmal am Rechner sitzen und merke wie mir bei einigen Kommentaren, die von – meistens den gleichen – Personen auf Facebook gepostet werden, die Haare zu Berge stehen. Jedesmal ärgere mich. Jedesmal überlege ich, den Kontakt zu dieser Person abzubrechen. Was eine Frechheit! Wie kann er sich das nur erlauben, SO ETWAS zu schreiben. In mir brodelt es, mancher bekäme einen roten Kopf oder rote Pusteln am Hals. Ich schlucke meist den Ärger hinunter und damit ist das Thema vergessen. Bis zum nächsten Kommentar.

Und nun wird es offen ausgesprochen. Ich werde damit offen konfrontiert. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wo ich ihr einen Anlass gegeben habe, dass sie eventuell genauso wütend ist auf mich wie ich auf manch andere Person. Dass sie von mir gar einen roten Kopf oder rote Pusteln am Hals bekommen könnte. Bin ich also auch ein Arschengel. Das sitzt.

Auch wenn wir es nicht wissen, weil es bisher noch keiner offen ansprach: Wir sind mit Sicherheit alle ein Arschengel für jemand anderen. Es gibt irgendjemand da draußen, den auch DU zum Wahnsinn treibst. Kein schönes Gefühl? Tja, ich weiß, aber es ist die Wahrheit. Das passiert, weil diese Person irgendeine Eigenschaft, eine Art, ein Wort von Dir, sie an etwas erinnert, an was sie nicht gerne erinnert werden möchte. Wir wollen alle unseren Blockaden aus dem Weg gehen, sie am Besten ganz hinten im Schrank verstauen. Selbst Menschen, die sich täglich damit beschäftigen, sie zu beseitigen, selbst deren Blut gerät in Wallung, wenn sie einem Menschen begegnen, der sich Dinge auszuleben erlaubt, die man selbst nicht wagt auszuleben.

Ist das nicht ein beruhigender Gedanke, dass wir alle für jemanden bestimmt sind, ihn in seinem Leben weiterzubringen? Dass es irgendwo einen unsichtbaren “Coach” gibt, der einem auf den Kopf zusagt, wo die Blockaden liegen? Warum geben wir dafür nur Unmengen an Geld aus, wenn wir diese Lehrstunde tagtäglich in unserem sozialen Umfeld durchleben können?

Und ist es nicht wunderbar, dass wir davon nicht einmal etwas wissen? Sondern diese innere Wandlung beim Anderen ohne unser bewusstes Zutun entsteht?

Ich musste erstmal darüber nachdenken, wie ich das finde, dass sich meine Freundin an mir aufreibt. Dass ich ihr gar ungute Gefühle bereiten könnte obwohl das niemals meine Absicht wäre.
Letztlich ist mir dadurch jedoch eine Sache klar geworden. Nicht nur ich spiegele sie. Auch sie spiegelt mich. Dies habe ich dadurch erkennen dürfen. Das werde ich ihr auch nochmal sagen – im Vertrauen allerdings. Und jetzt finde ich das gar nicht mehr doof, dass es nun ausgesprochen ist. Jezt haben wir die Chance, aus diesem anfänglichen Hindernis eine Brücke zu bauen. Eine Brücke zu unserem ureigenen Selbst, das hinter all den eigenen Blockaden und Widerständen wohnt.
Wir können uns in Zukunft ganz offen spiegeln – und haben vielleicht noch Spaß dabei uns aneinander zu verändern :-)

<3