Und wo willst Du in einem Jahr stehen?

Copyright by Vicente Villamón/flickr.com

Copyright by Vicente Villamón/flickr.com

Noch genau 8 Stunden bis zum neuen Jahr. Mein Herz pocht aufgeregt. “Es ist doch nur eine andere Jahreszahl!”, sagt der Teufel rechts auf meiner Schulter. “Es ist mehr als das, ein neues Jahr voll von Wundern und schönen Momenten”, trällert der Engel auf der linken Schulter und dreht sich mit erhobenen Armen im Kreis. Könnt ihr einfach mal die Klappe halten?

Machen wir uns nichts vor. Das neue Jahr wird genauso durchwachsen sein wie eh und je. Wir werden schöne Momente erleben wie tränenreiche. Wir werden an uns zweifeln und dann wieder aufstehen und weitermachen. Vielleicht werden wir manches Mal auf der Stelle treten, uns dafür verfluchen, vielleicht sogar richtig wütend auf uns sein. Und dann können wir sicher das ein oder andere Mal über uns hinauswachsen. Wir werden ganz sicher hin und wieder das Gesicht in die Sonne halten und ihre Wärme unsere Wangen kitzeln spüren. Wir werden uns über die Blumen im Frühling freuen, die strahlenden Menschen im Sommer und den wunderschönen bunten Herbst.

Ob wir all das erreichen, was wir uns heute oder in den letzten Tagen für das neue Jahr vorgenommen haben – ich weiß es nicht. Das was in unser Leben treten oder sich verändern soll, das wird sich verändern. Manche Träume werden sich nicht erfüllen und wir werden enttäuscht sein. Der Partner, den wir uns so sehnlichst wünschen, wird nicht in unser Leben treten. Der brillante und super bezahlte Job zeigt sich nicht. Die Zeit, die wir uns für uns nehmen wollten, nehmen wir uns nicht. Das ist auch das Leben – das nicht immer alles nach unseren Vorstellungen verläuft. Aber wir können uns immer mal wieder im Jahr darauf besinnen, was wir eigentlich wollen und ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Vor einem Jahr fragte mich jemand: Wo willst Du in genau einem Jahr stehen? Ich war überrascht, denn sowas hatte ich mich noch nie gefragt. Ich plante zwar über Jahre wie mein Leben aussehen sollte, aber der Zeitraum über ein Jahr ist doch sehr überschaubar – und zwingt dazu, konkret zu werden und uns Gedanken über die nächsten Schritte zu machen.
Ich habe nicht alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte. Ich hatte mir gewünscht, gelassener zu sein. Neue Freunde zu finden und einen neuen Job. Das waren meine drei Wünsche. Ich glaube, ich habe sie durchschnittlich zu 60-70% erfüllen können. Ich konnte noch nicht die Gelassenheit gewinnen, die ich erhoffe, aber ich bin gelassener im Umgang mit anderen und mit meinen Baustellen geworden. Manchmal, wenn ich nicht nett mit mir umgehe, bemerke ich es und versuche es zu ändern. Neue Freunde habe ich definitiv gefunden und noch wichtiger, Menschen, die mir Vorbild sind und die mich fördern. Auch im Job habe ich neue Perspektiven gewonnen, eine neue, tolle Möglichkeit, mich unabhängig von meinen Eltern zu machen und ein unbegrenztes Einkommen zu verdienen. Dies werde ich 2014 weiter ausbauen.

Nun – was ich mir für nächstes Jahr wünsche, möchte ich an dieser Stelle nicht ausführen. Dies werde ich nachher in Ruhe und Einklang mit mir alleine tun. Ich kann euch den Tipp geben, es euch aufzuschreiben. Wenn ihr kein Visionboard für 2014 gemacht habt (so wie ich), könnt ihr eure Wünsche auch auf kleine Zettel schreiben und heute nacht feierlich verbrennen. Ihr könnt es euch in euer Tagebuch oder Gedankenbüchlein schreiben. Ihr könnt sie beten oder meditieren. Egal in welche Energie ihr sie auch verpacken mögt – sie werden ihr Ziel erreichen.

Ich habe mich heute entschieden, meine Wohnung gründlich zu reinigen. Wäsche waschen, Bett abziehen, Fenster putzen, Regale abwischen und in den Ecken putzen – ich möchte ohne Dreck und Unordnung ins neue Jahr starten. Eine wundervolle Achtsamkeitsübung, bei der sich einige Assoziationen auftun:
– Die Fenster putzen: Für Klarheit und Durchblick im neuen Jahr
– Die Ecken putzen: Keine Laster, die wir noch als Ausreden benutzen und wo wir unseren Seelenmüll      abladen können
– Das Bett abziehen: Für guten Schlaf und ein frisches Sexleben
– Eine saubere Küche als Basis für gute Ernährung und entspanntes Kochen
– Ordnung in der Wohnung für weniger Chaos im neuen Jahr
– Den Teppich ausklopfen: Auch auf das achten, was gerne untergeht und unserer Sicht entzogen ist
– Saubere Spiegel: Sich selbst so achten und annehmen wie wir wirklich sind und nicht wie andere uns wollen
– Saubere Fenster- und Türrahmen: Das was unserem Leben Halt gibt stärken

Ich wünsche euch einen gefühlvollen, lebendigen, energiegeladenen Übergang ins neue großartige Jahr 2014. Auch im neuen Jahr werde ich euch erhalten bleiben, denn meine Reise ist noch nicht zu Ende. Sie hat gerade erst angefangen…… :-)

 

Previous Post Next Post

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply