Was ist Dir Dein Leben wert – und: Wie willst Du wirklich wirklich leben – entscheide Dich JETZT!

Copyright by AndyEnero/flickr.com

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Eigentlich hatte ich gestern für euch ein anderes Thema vorbereitet. Es handelte über die Wirrungen der Kommunikation und wie wir uns mit ihr selbst einschränken, in Unklarheit bringen und letztendlich uns mehr damit schaden, als gut tun. Dieser Post wird irgendwann kommen, versprochen.

Heute ist mir ein anderes Thema wichtig. Ich frage mich: Wieviel ist mir mein Leben eigentlich wert? Nicht nur, wieviel bin ICH mir wert, sondern dass ich hier auf dieser Welt bin, mein tägliches Atmen, jeder einzelne Tag. Kann ich es in Zahlen umrechnen? Ist ein Tag 20 Euro wert? Oder weniger, vielleicht nur fünf Euro? Hat der Tag mehr Wert, wenn die Sonne scheint und ich gut drauf bin und sinkt er, wenn ich traurig bin oder wütend?

Was würde ich zahlen, wenn jemand daherkommt und mir ein Jahr ECHTES, WAHRES Leben anbietet? Ein Jahr, in dem ich glücklich, zufrieden und in Frieden mit mir bin. Ein Jahr der Liebe, ein Jahr der Gesundheit. Was würde ich ihm dafür geben? Aus meiner heutigen Sicht würde ich ihm alles geben, was ich habe. Ich würde ihm meine Wohnung geben, mein Bett, mein Geld, mein Essen. Ich würde ihm alles geben, nur um ein solches Jahr leben zu können. Das ist so klar, das es mich fast erschreckt. Wenn er mich fragt, warum ich alles aufgeben würde für dieses Jahr, würde ich ihm antworten: Lieber ein Jahr wirklich gelebt, als 70 Jahre nicht gelebt. Lieber alles verlieren und dieses Jahr gewinnen, als zu horten, zu horten, zu horten – um in seinem Besitz einsam und unglücklich zu sein. Es ist diese Garantie, die den Unterschied macht. Wenn ich weiß, ich werde ganz sicher glücklich sein, wenn ich ihm dafür alles gebe, kenne ich den Unterschied. So können wir uns nicht sicher sein, wir wissen nicht – macht es uns glücklicher als jetzt? – wenn wir aus unserer Komfortzone heraustreten und etwas tun was wir zuvor nie getan haben.Und so trauen wir uns nicht, wir bleiben in unserem Wartezimmer-Leben und warten darauf, dass wir uns lebendig fühlen. Wir bleiben in unserem Wartezimmer-Job, warten auf Beförderung und Anerkennung. Wir bleiben in unserem Wartezimmer-Körper, warten darauf dass er weniger schmerzt, das er gesünder, fitter, schlanker usw. wird.
Ja – so geht es mir ganz oft. Es fällt mir schwer, das zuzugeben, aber das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Das ist insofern paradox, weil ich schon in der Schulzeit – von Goethe, Kleist und Co. inspiriert – mir sehr bewusst darüber war, dass ich genau das nicht möchte. Das ich kein Leben auf Halbmast führen , sondern stolz und mit voller Kraft voraus in den Sonnenuntergang reisen will. Heute denke ich darüber nach, ob ich meinem Leben vielleicht nicht genug Wert beigemessen habe. Und vor allem meiner Lebenszeit. Sie fliegt nur so dahin – und ich wache auf und bin 30. Bald 40. Bald 50. Ich könnte so bis zum Tode weitermachen, das wäre leicht.

Gestern abend habe ich mich mit einer Freundin über eine Joboption unterhalten. Der Job an sich ist okay, aber das Gehalt so mies, das ich jetzt schon unmotiviert bin – obwohl ich noch gar nicht mit der Arbeit angefangen habe. Wir haben darüber diskutiert und der Verstand sagt – Mensch, das ist eine Chance, hauptsache Du hast Arbeit. Gleichzeitig sagt er – naja, dass Du davon nicht leben kannst, das musst Du hinnehmen. Mein Bauch, mein Herz hält dagegen und sagt – Du bist wertvoll und das was Du tust. Du hast wahnsinnige Fähigkeiten. Lass Dich nicht in eine Form pressen, die Dich nur wieder unglücklich macht, nur damit Du lausige paar Euro auf dem Konto hast. Mein Bauch möchte Spaß bei der Arbeit haben. Er möchte sich darauf freuen, morgens dafür aufzustehen, die Anfahrt auf sich zu nehmen. Er möchte sich darüber wie ein Kind freuen, das er das machen darf.
Jaja, Geld ist nicht alles – aber es zeigt dennoch deutlich, ob und wie wir uns als wertvoll betrachten. Es ist das Gesetz der Resonanz, was hier arbeitet. Denken wir, unser Leben ist nicht sonderlich wertvoll – bekommen wir das an unserem Gehalt, der Intensität unserer Beziehungen und Begegnungen und in allem, was wir für uns (nicht) tun, gespiegelt. Wenn ich mich jedoch als wertvoll betrachte und dazu meine Gaben und Fähigkeiten – bekomme ich eben dies an Wert zurück. Sei es in Form von Gesundheit (ich investiere in meinen Körper und meinen Geist) oder im Job. Von nichts kommt nichts – hat meine Oma schon immer gesagt.

Letztendlich ist es eine Entscheidung: Wieviel bin ich mir wert. Wieviel ist mir mein Leben, meine Zeit wert. Und nein, ich möchte nicht meine wertvolle Zeit verschwenden mit etwas, das mich nicht glücklich macht. Ich möchte das Leben nicht “aushalten” müssen. Ich möchte nicht auf das Leben warten. Das ist doch schon hier! Heute, jetzt, in diesem Moment. Wie lange willst Du noch schlafen, bis Du aufwachst und Dich endlich entscheidest. Entscheide Dich wie Du wirklich wirklich leben möchtest – jetzt. Tu es jetzt.

 

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